Auswahlverfahren

Ausgangslage

Die Überprüfung der Vorschläge eines Jahres liegt in den Händen studentischer Rechercheseminare an verschiedenen deutschen Hochschulen - zur Zeit etwa am Institut für Journalistik der Universität Dortmund und am Zentrum für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Bonn. Einsendeschluss für die Top Ten 2005 ist am 15.11.2005.

Um an möglichst viele unabhängige und breitgefächerte Themenvorschläge zu gelangen, sucht die Initiative Nachrichtenaufklärung Jahr für Jahr Kontakt zu Presseorganisationen (Redaktionen von Printmedien, Hörfunk und Fernsehen, Verlage, Pressebüros), zu wissenschaftlichen Institutionen, Hoch- und Fachhochschulen und Journalistenschulen. Per Rundschreiben werden die Medienorgane über die Initiative informiert und es wird um Themenvorschläge für die aktuelle Aufstellung der jährlichen "Top-Themen" gebeten.

Neben deutschen Medieneinrichtungen werden darüber hinaus Lehrende der Publizistik, Journalistik und Kommunikationswissenschaften angeschrieben, die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) sind. Ebenso wird in jedem Jahr zu Privatpersonen Kontakt aufgenommen, die ihr generelles Interesse an der Initiative Nachrichtenaufklärung geäußert haben.
Schließlich ist es jedem Interessenten möglich, Vorschläge für vernachlässigte Nachrichten und Themen des laufenden Jahres per E-Mail einzureichen.


Recherche und Vorauswahl

Jeder eingereichte Vorschlag wird von den Studierenden zunächst auf die Erfüllung der Nominierungkriterien untersucht, bevor eine detaillierte Recherche beginnt: Per Telefon und E-Mail nehmen die Studenten im Bedarfsfall Kontakt zu den Verfassern der eingereichten Vorschläge auf; es wird im Internet und in der Bibliothek sowie in Tageszeitungen, Zeitschriften, Fachmagazinen, Büchern und in Archiven von audiovisuellen Medien nach Informationen zu den Vorschlägen recherchiert.

Im Plenum werden die gewonnenen Informationen diskutiert und bewertet. Liegen Quellen zu einem Vorschlag vor, werden diese präsentiert und deren Zuverlässigkeit geprüft.

Es folgt eine gemeinsame Einschätzung, in welchem Grad die eingereichten Vorschläge tatsächlich in den Medien vernachlässigt wurden. Ausschlaggebend bei dieser Bewertung sind die Nominierungkriterien und die Fragestellungen:

Nach dieser Vorauswahl werden in jedem Jahr rund 20 Kurzberichte an die Mitglieder der Jury weitergeleitet, die schließlich über die "Top-Themen" der in Deutschland vernachlässigten Nachrichten des jeweiligen Jahres abstimmt.

Die Themenauswahl wurde seit der Begründung der Initiative Nachrichtenaufklärung von verschiedenen Rechercheseminaren übernommen. Beteiligt waren zum Beispiel Studierende des Studiengangs "Medien-Planung, -Entwicklung und -Beratung" der Universität-Gesamthochschule Siegen, des Instituts für Journalistik der Universität Dortmund, des Instituts für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster und des Zentrums für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Bonn.